Donnerstag, 6. Februar 2020

Gehirnchaos





TRIGGERwarnung
 hier werden demnächst viele verwirrende zusammenhangslose Texte folgen
es geht zum Beispiel um mich, wie ich neben einer schleudernen Waschmaschine heule
oder es geht um die verfickte Suche nach zwei Faschingskostümen, weil ich keine Zeit und keinen Bock hab eins selber zu machen und wie bei der Suche danach das Bild der Mädchen und Jungenverkleidungen nicht schlimmer sein könnte, das einzige Tierkostüm was ich in Ordnung finde is ne Fledermaus, aber damit wird meine Tochter sicher keine guten Karten in der Waldorfschule haben. 
Es geht auch um das Wort des Monats Januar, VAAASEKTOOMIIIIIE

Aber jetzt erst einmal wie alles begann.
Der Januar war aufregend. Für mich und meinen Kopf. Das erste Treffen der Frauen* fand statt, denn wir sind dabei einen Verein zu gründen, der sich den Frauen* widmet. Aber auch weil ich mein erstes und letztes Gespräch bei einer Psychotherapeutin hatte. Doch nicht so gestört wie ich dachte, obwohl doch auch Fritz, Susi und Mandy gesagt haben ich soll mal ne Therapie machen. Naja vielleicht kam ich ein Trauma zu früh oder es ist einfach Pflicht beim ersten Gespräch zu weinen. Vielleicht hab ich zu gefestigt und gesund über meine Kindheit oder sexuellen Erfahrungen geredet die ich lieber nicht erfahren hätte?! Hm… Zum Glück hab ich eine Familie die mich stärkt und Freunde die mich umsonst therapieren, für diejenigen die das nicht haben und auf diese Hilfe angewiesen sind tut es mir leid. Denn ist es vielleicht auch schön gar nicht erst krank zu werden, ein Burnout vorbeugen zu können weil man professionell beraten wird oder einfach eine Auszeit im Alltag hat, denn mit Job, Kind und Haushalt ist eine Stunde in der es nur um einen selbst geht, viel Wert.
ch sehe in meinem Umkreis wie gut den Menschen eine Therapie tut und auch wie gut sie denen tun würde die noch keine machen.
lso, geht zur Therapie

Wir haben 3 Monate auf einen Beratungstermin beim Urologen gewartet und waren vor 2 Wochen dort. Die Praxis war schlimm, aber die Beratung super. Man sagt ja, wenn die Sprechstundenhilfe nicht gut ist, ist die Ärztin / der Arzt gut.
at wieder gestimmt. Danach stand fest, macht er. Also mein Mann. Wenn er am Telefon jemandem davon erzählte, war es sehr wichtig zu betonen dass man trotzdem noch abspritzen kann. Vielleicht sollte ich das in meinem Umkreis auch einmal einwerfen. Vielleicht klopfen mir meine Freundinnen auf die Schulter und freuen sich für mich. Wahrscheinlich aber würden sie irritiert gucken und versuchen so zu tun als hätte es dieses Gespräch nicht gegeben. Kommen wir also von Vasektomie auf weibliche Ejakulation. Oder nee lieber nicht, ich frühstücke grad...
Auf jeden Fall war das Wort des Monats VASEKTOMIE. Wir waren nach diesem Termin so verliebt und nah, wie lange nicht. Wir spazierten mit der Kleinsten durch Meereskundemuseum und freuten uns über sie, uns und unser verfickt privilegiertes Leben. In diesem Moment bin ich sehr dankbar. Vor allem bin ich stolz auf diese Entwicklung unserer Beziehung. Mein Mann denkt ernsthaft über Verhütung nach und würde diese für uns übernehmen. Hä normal, will man da denken, aber is es leider nicht. Ich höre ganz oft von Freunden oder Freundinnen:“Voll gut, dass wär so gut für uns aber mein Freun/Mann würde das nicht machen.“ Auch der Arzt, war sehr fortschrittlich und man könnte sagen feministisch oder einfach klug. Denn auch er erwähnte das es für den Mann keinerlei Einfluss auf Hormone hat, währenddessen allein der Eingriff bei einer Frau viel komplexer ist, abgesehen von den Auswirkungen danach. 
Danke mein Lieber, ich freu mich auf die kommende Zeit.
aha, dachte ich.
enn zwei Tage und ich vermute ein paar Gespräche mit Freunden danach, fragte er mich allen ernstes ob wir nicht vielleicht doch noch mal ein drittes Kind bekommen wollen? Ich habe überlegt ob ich so tue als hätte ich nichts gehört und einfach weiter gehe aber weil ich ich bin und ich ja auch die wäre die ihren sowieso schon geschundenen Körper wieder für einen anderen Menschen zur Verfügung stellen würde, brachte ich alle Argumente die dagegen sprechen auf einmal an und ging dann ohne eine Antwort abzuwarten weiter. Für alle anderen die sich erst beraten lassen und dann nochmal drüber schlafen wollen so wie wir. Sage ich: NEIN. Schlaft da mal nich drüber, sondern zieht eurem Mann die Hosen runter, haltet ihn fest, bestecht den Arzt und lasst es schnell geschehen.
etzt bin ich mir nicht mehr sicher wie wir zu dem Thema stehen, ich habe in Gedanken bei ihm schon mehrere Vasektomien oder Vasektomis durchgeführt. 


Und warum die alte wieder neben na Waschmaschine heult erfahrt ihr demnächst

Dienstag, 5. November 2019

über Feminismus und Emanzipation beim Sandkastenbau





Stellt euch folgendes vor.

Ein Mann und eine Frau bauen einen Sandkasten für ihre Kinder. An einem Mittwochmorgen mit Sonne im Rücken und Frühlingswind um die Nase. Wie idyllisch.
Äh nein
Denn dabei führen sie ein Gespräch über Feminismus. 

Ok ich merk gerade bei diesem Gespräch rede ich mich um Kopf und Kragen. Ich fang nochmal an.

Soll ich von mir oder meinem Umfeld reden? Soll ich von meiner Familie sprechen oder von der Gesellschaft? Am Ende ist es das gleiche Ergebnis.
Denn wenn meine Oma meiner Schwester sagt, dass sie es ihrem Mann zu Hause schön machen soll, weil er ein sehr reinlicher Mensch ist, ist es doch die gleiche Information wie die, wenn eine Lehrerin den Kindern beibringt, dass Mädchen eher Krankenschwester werden und Jungs eher Polizisten. 
Das Ergebnis ist, dass ich mir wünsche, dass dieses veraltete Denken ausstirbt. Und ich bin mir sicher, dass es das wird.
In meinem Umfeld gibt es öfters die Situationen, dass Frauen ehrenamtlich Gelder akquirieren, die ihre Männer dann durch entlohnte Arbeit bekommen. 
Diese Frauen haben ein Kind aufm Arm und das andere Kind hat sich wahrscheinlich gerade eingekackt, während dessen sie Mittagessen kochen. Der Mittagsschlaf ist hier eine begehrte Zeit. Von 12-14 Uhr rauchen die Köpfe. Denn in dieser Zeit, versuchen sie Pause zu machen, Förderanträge zu stellen, aufzuräumen, ihre Selbstständigkeit voran zu treiben und sich noch Selbst zu verwirklichen.
Mein Mann wirft mir vor, wenn ich diese Aussagen mache, wirke ich vorwurfsvoll den Männern gegenüber. Das tut mir leid. 
Ich habe die Entscheidung zu Hause zu bleiben und erstmal zu gucken, dass die Kids überleben mitgetroffen. Auf der anderen Seite ist auch klar, dass ich nicht annähernd so viel verdienen würde wie er. 
Wenn ich ihm erzähle wo es mit meiner Ideen-Schmiede hingehen soll. Nämlich in Richtung Frauen- und Kinderförderung, fühlt er sich dazu angeregt das zu kommentieren und in Frage zu stellen. Klar passiert viel durch persönliche Erfahrungen, die ich in Bezug zum weiblich sein gemacht habe. 
Aber ich bin eine Frau und setze mich demnach natürlich mehr für meine und die Rechte meiner Töchter ein. 
Ich denke aber, dass auch er persönlich geprägt ist, mit einer anderen Führung groß geworden ist und demnach seine Aussagen trifft.
Ich sage nicht Männer sind scheiße, so n bisschen vielleicht aber das sind ja alle Menschen mal hier und da. Alles ist ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren.
Wenn mein Vater mit 13 oder 14 zu mir gesagt hat, dass ich geschminkt aussehe wie `ne Schlampe aber nicht, dass er mich liebhat, bleibt Ersteres am Ende hängen. Wenn ich als Kind schon oft durch Nachrichten davon höre, dass Mädchen oder Frauen öfter vergewaltigt werden, bleibt am Ende Angst. Wenn man als Kind damit aufwächst, dem Onkel doch bitte ein Küsschen zu geben und dir ein weiterer Onkel auf der Hochzeit deiner Schwester mit einem bestimmten Ton sagt, dass du immer sein Lieblingsmädchen warst und dich dabei einfach nicht Onkelhaft anfasst, ist es doch vollkommen nachvollziehbar, dass Frauen sich für Frauen einsetzen. Wäre ich ein Mann und hätte mehrfach solche Situationen in Bezug auf mein Männlich Sein erlebt, würde ich mich sicher für Männer engagieren. 
Ich bin gerade sehr geschwitzt, weil ich mir sicher bin, dass dieser Text zu Empörung und Überforderung im Kopf führt. Dann wird es Menschen geben die denken, „man hat die Anne ein trauriges Leben“.
Hm, irgendwie nicht. Ich habe das schönste Leben. Geht es nicht allen so? Ganz viele schöne Momente, ganz viele schlechte aber auch. 
Für mich völlig normal und auch voll normal darüber zu sprechen. 

Sonst würdet ihr mich nur noch mit ‘nem verzerrten Lachgesicht sehen.

Küsschen



Montag, 4. November 2019

Liebe Sibylle, Lieber Fritz, Liebe Melanie





Ich finde ihr seid ein super 3er Gespann, vielleicht landet ihr ja mal gemeinsam besoffen in der Kiste. Denn eins ist sicher, sowas verrücktes würdet ihr euch nur randvoll „trauen“. Ey vielleicht macht ihr mal gemeinsam Urlaub und dann erwischt du Bylle deinen Fritz mit der Melanie auf m Bärenfell im Keller zwischen den leeren Pfandflaschen. Oh je. Das wär was gel?!
Aber ey Bylle, keine Angst die Melanie is bestimmt nich so gut im Bett wie du. 
Vielleicht macht ihr bald so n geschäftliches Ding miteinander, dass is unter „Freunden“ immer ne super Idee, vielleicht trefft ihr euch aber auch einfach weiterhin zum tratsch und klatsch, is auch wichtig hier draußen auf m 
Kenn ich : )
Ich bin ja ne Frau, und ich hab ja Kinder und ich lebe ja auch hier. 
Ey aber vielleicht sitzt Melanie grad mit Jeanette bei Uschi ums Eck und erzählt grad dass dein Sohn irgendwie n Ding weghat. Und dann sitzt Wiederrum die Sibylle am nächsten Tag bei der Tagesmama Doris und findet heraus das die Lütte von der Melanie echt ne Wurst in der Brotdose hatte und dass die gar nicht wirklich vegan ernährt wird. 
Und Fritz findet dann auch, dass es besser ist, sich mit der Melanie und dem Kind was Fleisch ist nicht mehr abzugeben. 
Aber dann bemerken plötzlich alle,“ oh Mist. Wir wohnen ja alle auf m platten Land ey.“ Oh gar nicht dran gedacht. 
Ach dann tun ma mal so als wenn.“
Ey wie gesagt, KENN ICH ; )


#Sorgenmachen
#Scheidung
#ähichmeinScheide

WETTER




Einige Leser*innen haben sich gewünscht, dass ich übers Wetter schreibe

In Mecklenburg im Tollensetal scheint heute die Sonne. Dies schon seitdem sie aufgegangen ist. 
Das Licht ist golden und die Blätter imHerbst, bunt. WOW…
Ich habe heute eine Schlüppa angezogen, die Socken von gestern nochmal und vielleicht wäre auch das ein Grund sich mal psychologische Hilfe zu suchen. Aber zurück zum Wetter. Ich habe eine Strickjacke und noch eine Wolljacke darüber gezogen. Morgen ziehe ich sogar Handschuhe auf dem Fahrrad an. Die habe ich heute vergessen und wären echt gut gewesen. Es könnte sein das ich auf der Fahrradfahrt, meine kleine Tochter zur Eingewöhnung in die Waldkita gebracht hab, könnte aber auch sein das ich einfach nur gepupst hab. Dann kam auf jeden Fall ein echt kalter Ostwind aus Richtung Golchen und ich musste wirklich aufpassen auf dem Fahrrad nicht zu schwitzen und mich danach zu erkälten. Die einzig wichtige Info in diesem Text ist, der Herbst ist da. Ps: Der Buschfunk funktioniert ; )

Wir rasen ins neue Leben






nur gut wir sind zu zweit oder besser zu viert. Nur gut wir machen dass jetzt immer mehr gemeinsam als getrennt. In einer mordsmäßigen Geschwindigkeit ändert sich so viel in unserem Leben. Ich erfahre mehr Liebe für diesen Typen der mir erzählt das er letzte Nacht mit einer anderen geschlafen hat. Hä? Wie kann das sein? 
Würde ich das meinem früheren Ich erzählen, würde die mich auslachen. Jetzt aber stehe ich an einem Sonntag danach, im Garten, mit einem Schlauch in der Hand und während ich alles gieße denke ich nur darüber nach warum ich keine Eifersucht empfinde oder Angst habe. Dann denke ich, FUCK. Vielleicht liebe ich den einfach gar nicht. Und in dem Moment merke ich, wie ich schon in einer Pfütze stehe und lächeln muss.
Wir sitzen zum Abendessen bei seiner Mama und irgendwie scheint sich nichts geändert zu haben, außer ALLES. Wir sitzen da und erklären wie Eric mich mit einer Zange von dem verbogenen Ehering befreit hat und werden uns einig das wir unsere Trauung nicht mehr Hochzeit sondern Silvester nennen und sind zufrieden damit. 
Wir versuchen die Rollen zu tauschen. Er ist Mama und ich bin Cheffe. Das klappte am Anfang so mehr oder weniger gut und jetzt habe ich das Gefühl es war die beste Entscheidung seit langem. 
Wir lachen zusammen, dass haben wir in letzter Zeit entweder gelassen oder getrennt gemacht. Wir haben ne ähnliche Auffassung von Arbeit und Anspruch und darüber bin ich froh. Ich merke das er mir vertraut und zutraut und das macht mich glücklich. Ich merke das er dass mit den Kindern anders macht als ich, aber er macht es fantastisch und die profitieren von diesen neuen Lebensumständen ebenso. 
Ich merke dadurch das ich öfters in der realen Welt mit echten und mega verschiedenen Menschen unterwegs bin, kommt wieder mehr Anne und weniger Mutti ans Licht. 
Wieder n Gewinn.
Der Stress der letzten Monate scheint wie vergessen und jetzt gehts Neu weiter.
Die Geschwindigkeit mit der das alles passiert könnte sich etwas verringern aber ansonsten bleib ich dabei.

Samstag, 22. Juni 2019

Baby der Sommer ist da, jetzt wird es crazy










Crazy heißt bei mir, konfus sein, keine klaren Gedanken, müde und manisch. Bei uns heißt das arbeiten, durchziehen und bloß nich hinsetzen.
Bei mir heißt das aber auch weiter über mich als feministische Hausfrau nachzudenken. Beleidige ich damit die „wirklich echten Feministinnen“?!
Ich hoffe nicht, ich möchte wirklich eine von euch sein, aber könntet ihr vielleicht auf mich warten? Vielleicht bis Heidi im Kindergarten ist? Dann könnte ich mich 4 Std am Tag frei für Feminismus machen. Ach Quark. Dann würde ich mich erstmal auf n Arsch setzen, schreiben und Podcasts hören, dabei würde ich mich dann total verlieren und am Ende des Tages wäre ich sehr unausgeglichen und würde meinem Mann daran die Schuld geben. Das ist doch so einfach.
Auch jetzt gerade ist er an sehr vielem Schuld. 
Er ist zum Beispiel schuld daran das ich öfters über den Begriff Polyamorie nachdenke. Besser als über den Begriff Trennung! Oder?
Immer wenn er viel unterwegs ist sehne ich mir eine Neue Liebe herbei, weil ihn zu vermissen mich traurig macht. Der Gedanke sich neu zu verlieben macht mich froh und eher munter. Und weil mein Mann mein Mann ist und da ehe keiner rankommt, der aber jetzt so viel weg is, brauch ich natürlich einen zweiten Mann oder eben einfach einen anderen.
Vielleicht ja jemanden der gefühlt ein Jahrzehnt jünger ist als ich, sehr ausgeglichen und vor allen sehr positiv und nicht gestresst. Schreiben ist lustig, denn schon jetzt wo ich all den Quatsch aufgeschrieben habe, liebe ich mich sehr dafür und hab sowas von gar keinen Bock auf irgendso eine verquere Kacke, sondern nur darauf mit meinen Kids den Sommer über von See zu Meer zu Eis und Lagerfeuer und Schlafanzugzeit zu springen.
Danke für die Aufmerksamkeit. 


Polyamorie vielleicht bis später mal

Mittwoch, 27. März 2019

ok









Ich liebe die Stadt NICHT
mittlerweile hab ich es verstanden und es ist ok. Ich und meine Familie leben in einer Blase. In so nem Luftball in riesig, in dem man nur scheiße aussehen kann wenn man damit versucht über einen See läuft. 
Innen drin ist die Blase ein kleiner Paradiesischer Ort. Dort gibt es auch Probleme aber das sind meine/unsere und die sind ok. 
Wenn ich mich entscheide einen Stadttag einzulegen, dann heißt das ich arbeite freiwillig in einem Spielwarenladen, nutz beim Frühstück in einem Behindertencafe die Zeit um ohne Kind auf dem Schoß zu essen und tu so als wenn ich mit laptop arbeite und n Projekt organisiere oder studiere. Is ja klar. In Wirklichkeit komm ich noch nicht mal ins WLAN rein und geb dann auf. Ich gehe kurz in die kleine Buchhandlung der ich treu bleibe und kaufe aktuell oft feministische Bücher für die Kinder und mich.
 Müsst ihr durch GÖR(L)S, es ist zu eurem besten.
Auf dem Weg dahin quatscht oder besser pöbelt mich ein sehr betrunkener Mann an. Es ist ca. 8:30Uhr. Ich ignoriere den. In der Buchhandlung arbeitet eine sehr kompetente und etwas auf sich haltende Frau. Früher hätte ich sie arrogant gefunden und hätte gedacht nimm mal Stock aus m Arsch. Heute aber mag ich sie und find es schön das sie sich wahrscheinlich gut findet und das präsentiert. Und sie hat alles gelesen, auch die Bücher die seit gestern erst draußen sind. Ich lausche einem Gespräch. Ein älterer Mann fragt:“wo denn die Landkarten hin seien?“ „na die mit den rechtmäßigen Ländergrenzen von Deutschland, damals von Preußen!“ Ich denk so, ok?! Hm komisch und dann fragt er :“sind die etwa nicht mehr im Programm wegen der Politischen Lage?“ Die Buchhändlerin gibt ihm einen Atlas von Europa, er legt ihn hin und geht.
Sie ärgert sich etwas laut über ihn mit ihrer Kollegin und ich denke für uns war es ein komischer Start in den Tag. 
Ich gehe noch schnell bevor ich den Laden öffne in die Drogerie. Auf dem Weg dahin sehe ich wie der Besuffski mitten auf den Marktplatz pinkelt. In diesem Augenblick bin ich über mein Alter und damit verbundene Sehschwäche wirklich dankbar. Ich weiß ich bin 31 und das hat wahrscheinlich nichts damit zu tun. Trotzdem danke, das ich nichts erkenne und lauf einen Bogen zum Lädchen. 
Diese Bilder kenne ich. Damit bin ich aufgewachsen. In Cottbus und in der Provinz. Tiefes Brandenburg. Wenn ich mit meinen Freundinnen oder meiner Schwester am Ströbi baden war, war es hundertprozentig der Fall das mindestens ein ekeliger Mann, Im Busch an der Seite des Ufers stand und sich entweder einen runtergeholt hat oder es geil fand uns sein Geschlechtsteil zu zeigen. 
Das war wirklich fast normal für uns, wir hielten uns mit Absicht von dieser Stelle fern und keiner von uns musste allein dort lang fahren. Wenn wir zum Kiosk gegenüber gingen, gingen wir ebenfalls nicht allein. Dort saßen oft angetrunkene oder besoffene Männer, selten Frauen und bequatschten uns. Oder wir kauften nur Eis wenn die nicht da waren. Wenn ich heute so etwas sehen muss, bin ich verunsichert und angeekelt, kann damit jedoch umgehen. Ich frage mich jedoch wie meine Töchter so etwas wahrnehmen und wie sie damit groß werden?
Ein hoch auf meine Blase!
Ich weiß, in diesem Text haben Männer gerade nicht sehr gut abgeschnitten. 
Ich hass die und lieb die Gleichzeitig. Ich habe einen Mann der einerseits ein Macher ist und nach außen eine starke Wirkung hat. Wenn ich aber sehe wie er tanzt wenn auflegt, wenn er mir stundenlang zuhört und besser als jede/r andere darauf eingehen kann, bin ich mir sicher der Typ hat schon so einige feministische Revolutionen in seinen vorigen Leben durchlebt. Ich lieb den

Buchtips

die Little People, BIG DREAMS Bücherreihe über starke Frauen, voll schön illustriert
RUJA die Einsamkeit
Good night stories for rebel girls
Sophie Passmann - weiße alte Männer

Margarethe Stokowski - untenrum frei 

Montag, 11. März 2019

BOYS BOYS BOYS






















Ich war mal ne richtige scheiß Freundin. Ich war das hin und wieder, warum? Bestimmt sind meine Eltern schuld.
Meinen ersten Freund, mit dem ich gefühlt eine Ewigkeit verbrachte, bis wir zum allererstenmal miteinander schliefen, habe ich am Ende einfach scheiße behandelt, weil ich nicht anders konnte. Die erste große Liebe, die man aufgibt weil man eben mit 16 oder 17 findet, das Selbstverwirklichung an erster Stelle steht. 
Tut mir leid M. .
Ich dachte Selbstverwirklichung heißt, ans andere von Deutschland zu ziehen und irgendwas mit Medien zu machen. Dort lernte ich Menschen kennen die mich prägten und die ich noch dabei hab. Da wo es manchmal piekst, wenn man ihn sie denkt. Auch dort hatte ich eine wunderschöne Liebe mit E.
Der Grund warum er leiden musste, gibt mir jetzt ein Gefühl von Sicherheit und ich weiß zu schätzen, dass der andere dich an erste Stelle stellt, dich unterstützt, immer da ist, auch wenn man mal richtigen Schwachsinn macht (vorher stand hier -scheiße baut-) oder Quatsch erzählt.
Damals hatte ich vor sowas Angst, habe mein komplettes Leben im Reihenhaus an mir vorbeiziehen sehen und flüchtete. Wie n Arschloch. Man schäme ich mich und versuch ich den Gedanken sofort zu verdrängen wenn ich daran denke wie hart egoistisch ich einen wundervollen Mann verdrängt und ne Zeitlang Beziehungsunfähig hinterlassen habe.
Das hört sich gelesen an als hätte ich ne Macht gehabt, eher war es ne Angst bevor mich jemand verlässt verarscht und betrügt, mach ich das lieber. 
Zurück in der Heimat, habe ich einen Menschen getroffen, der mir vom ersten Augenblick eine komplett neue Welt eröffnet hat. Wörter wie reflektieren, anders denkende Menschen und das Maßlose / Grenzenlose kannte ich bis dahin noch nicht. Wahrscheinlich hat er mich ein Stück weit zu der Beziehung gebracht die ich jetzt führen kann, voller Vertrauen und Ehrlichkeit. Von der ich damals noch, nichts wissen wollte.
Verlust ist ihr Thema, werden sie sagen. Kann sein. Wird mein Psychologe sichern noch rausfinden.
Zurück zu Beziehung Nummer 3. Die war nicht sehr lang, die hatte es aber in sich. Ich musste mich überwinden und ich wurde herausgefordert. Danke dafür F.
Ich hab ihn verletzt, anders als die Male davor, aber ich habe es getan. Überfordert und zwischen zwei Welten stehend. Die Eine mit Grenzen und einer Moral die ich mittlerweile einfach nur für vorgeschobene Regeln halte, die die Angst vor unbekanntem überdecken soll. Von dieser Beziehung ging ich ohne Pause über in das was jetzt ist. 
Für mich ist das immer noch undefiniert und sich jeden Tag verändernd. Dafür bin ich sehr dankbar und gleichzeitig strengt das an und bedeutet dran bleiben.
Ich bin aber gern faul, wenn ich es sein kann und dann verlier ich das Gespür, das Gefühl. Jetzt gerade habe ich ne halbe Flasche Rotwein intus und bin mit dem, der da grad hinter mir auf dem Sofa neue Platten für den nächsten Gig raussucht, mega eins. Letzte Woche jedoch habe ich mich gefragt ob dieser Ring schlechtes Karma hat und ich ihn zur Probe mal abnehme.

Meine Mama hat früher immer gesagt: Die Anne, von Himmel hoch jauchzend zu Tode betrübt.


Mama hat immer recht






Soundtrack zum Text:

The Streets - to late
The Shins - New slang
James Blake - Limit to your Love
Frida Hyvönen - dirty dancing
Chilly Gonzales -switchcraft

Lapsley - fallen short

Sonntag, 3. März 2019

Kopf leer










Die Freiheit beginnt mit einer Fahrt durchs „Hinterland“. Es ist ein grauer Freitag und der Ausgangspunkt ist derselbe. Ich allein, auf dem Weg zur Schwesternfamilie, ein paar Tage durchatmen um sich dann wieder in den Alltag zu stürzen. Alles anders jedoch, ich sehe die Traktoren seit einigen Tagen wieder wie wild auf dem Feld fahren, ich sehe eine Tieranlage sich mit Windrädern und pipeline Baustellen abwechseln. Und mich macht das traurig. 
Das selbe gibts auch mit schönem Wetter. Mit warmer Luft und Sonnenschein. Dann würde ich über die saftig grünen Wiesen und die schönen bunten Blumen schreiben. Dann würde ich sagen wie ich mich freue auszubrechen aus allem worüber ich im Alltag mecker. 
Kein wunder das mir graue Haare wachsen. 

Heut ist aber eben einfach so n grauer Tag und ich versuche die blöden Gedanken einfach nicht zu bewerten und sie einfach, sein.
Mein Vorhaben in der Familie und im Freundeskreis Themen anzusprechen, die eher unschön sind, werden sehr wahrscheinlich anfangen Steine ins rollen zu bringen und ich bin mir noch nicht sicher ob ich die Konsequenzen tragen kann und die Verantwortung übernehmen will.
Schön das ich es auch einfach noch weiter aufschieben kann. 
Oh man das wird sicher ein Wochenende voller Spaß.





















Zum ersten Mal in einem Text schreibe ich mein Mann. 
Das fühlt sich geil und total bescheuert zugleich an. Wurscht. Mein Mann und ich sprachen am Abend über Äußerlichkeiten. Dazu gekommen sind wir von Marteria über seine Frau und einem seltsamen promo video. In dem er für die Tour seiner Frau wirbt, während dessen sie neben, leicht hinter ihm steht und kein Wort dazu sagt.

Ich zeigte ihm das und wollte wissen wie er das sieht. Er ist der Meinung das es Absicht und mega durchdachte promo ist. Ich bin mir da irgendwie nicht so sicher.
Wir sprachen über uns früher. Wie wichtig uns aussehen war und ob es überhaupt ein Thema war. Ich kann sagen das es bis vor ca 1 Jahr so ein präsentes Thema war, dass es sich fast um nichts anderes drehte. Wie wirke ich auf andere, wie sehe ich aus usw. Seit ungefähr 1 Jahr bin ich zurfriedener, gebe dem ganzen nicht mehr so viel Raum und fühle mich mit mir wohl. Das hat mich gestern Abend sehr glücklich gemacht. Denn das fällt mir im Alltag nicht auf. Ich sehe beschissener aus als je zu vor aber ich fühle mich so gut wie noch nie zu vor. Lustig das sich mit fast 31 immer noch Dinge klären und man dann erst den Sinn versteht. Ich benutze absichtlich den Ausdruck MIT MIR IM REINEN SEIN
Haha ich lach mich tot. Meine Freundin M. sicher auch. Die ruf ich 1 bis 3 mal wöchentlich an und erzähle ihr wie scheiße mein Leben ist. 
Phase
Und mein Mann sagt ernsthaft der hat sich über sowas noch nie ne Platte gemacht. Noch nie. Bis jetzt. Ich frage mich wie ich es besser finden würde. Und ganz klar entscheide ich mich für lieber ab jetzt scheiße fühlen als sich als Kind und Jugendlicher mit so na Scheiße rum zu plagen. 
Oh gott, wenn ich mir vorstelle wieviel Zeit, Luft, Gedanken und Ärger ich an Äußerlichkeiten verschwendet habe.
Fazit

Ich wüsche mir die Bedeutung von Äußerlichkeiten stirbt aus

Was aber jetzt erst anfängt aufzuleben sind Fragen rund um graue Haare. Und was die mit sich bringen. Ich schaue mir meine Hände an. Ich sehe mich als Kind wie meine Mama Teig knetet und ich auf ihre Hände schaue, da wird sie in etwa so alt gewesen sein wie ich jetzt. Und wie schön ich sie fand. Jetzt habe ich diese Hände und freue mich über die Erinnerung und das ich jetzt diese Hände habe und wahrscheinlich noch mehr Ähnlichkeiten die sich noch im Verborgenen halten. Aber auch jetzt schaue ich mir die Hände meiner Mama an und finde sie noch immer schön, also freue ich mich jetzt schon fast auf meine Hände in 20 Jahren. Verrückt.


Welche Fragen aber auch in meinem Kopf aufleben sind fragen wie, für welche Art von Männer ich eigentlich nicht nur Attraktiv sondern auch aufregend und begehrbar wirke. Es kommt mir so vor als wenn ich jemand anders wäre. Keine Ahnung ob das Sinn macht. Weiser und dann noch dazu eher im Kontext Haushalt und Kinder im Blickfeld und mit kreativen Hobbies zum Zeitvertreib. Dadurch sexuell wohl eher auf m Abstellgleis. Haha, jetzt muss ich wirklich lachen und frage mich ob ich hier komplette Grütze schreibe. Denn wenn man schreibt und liest manifestiert es sich ja auch und wird bewusster. 





Montag, 14. Januar 2019

sie tut es wieder



#







mit einem Gläschen Eierlikör verabschiede ich mich von einem wunderschönen Wochenende in der Heimat. Und weil ich hier noch so schöne tolle Freunde habe tut es gar nicht so weh das es mein Vater nicht schafft einen Satz zu meiner Trauung zu erwähnen oder mich zu beglückwünschen. Ich bin nicht traurig, vielleicht weil ich glaube das Freunde das neue Familie sind/ist. Weil sie, die Richtigen, dich wirklich bedingungslos lieben. Egal wieviel Zeit zwischen den Telefonaten oder Treffen vergeht. Weil diese Liebe nicht aus Verpflichtung und Anerkennung besteht. Sich im Elternhaus wie eine Fremde zu fühlen, kommt mir mittlerweile als normale Phase im Leben einer fast erwachsenen Tochter vor. 
Ich verbleibe ohne Vorwurf und möchte keine Schuld zuweisen. Jede Generation glaubt das richtige zu tun und ich hoffe die folgenden lernen aus geschehenen Fehlern. 

Schon ziemlich sicher bin ich mir jetzt, dass es sein kann, das meine Töchter oder eine davon ähnliche Gedanken oder Gefühle hegen werden wie ich es eine Weile schon tue. Früher oder später fällt der Hammer, doch wünsche ich mir ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Kritik. 
Ich glaube das was ich dieses Wochenende erlebt habe, nennt man wenn man in der City wohnt und ein unglaublich spannendes Leben führt, mental health. 
Ich nenne das eine außergewöhnliche seltene Selbstverständlichkeit. Danke das ihr mich umsonst und zu 100% aufrichtig therapiert habt. 
In na Art Speedcrashkurs für Mütter die mal heiße Schnitten waren und nicht mehr so Richtig einen Draht zur Realität haben. Ich bin froh nach den 2 Jahren Heiditerror noch sprechen zu können. Naja man sieht die Rechtschreibung hat schon sehr darunter gelitten aber weil es einem Großteil der diese Texte liest ähnlich geht werdet ihr es sicher verzeihen. 



Aoih Anneliese

Sonntag, 25. November 2018

sag mal Anne bist du vollkommen irre?!





was ich überhaupt für ne Art Mensch bin würde ich dann jetzt mit 30 doch gern mal wissen. Wie kann ich denn bitte der Klassenlehrerin meiner Tochter sagen das ich na klar übelste gerne kleine mini Wichtel bastel für den Adventsbasar?! Jetzt sitze ich ernsthaft seid 2 Stunden dran und habe ganze zwei geschafft. ( Bild wird angehängt)
Das reicht ja schon neben dem 200km auto fahren um das Kind von und zur Schule zu transportieren. Ob das schon Körperverletzung oder Kindeswohlgefährdung ist, will ich mal wissen. Landleben ahoi. Schönes Mecklenburg, das Land zum leben. So wirst du begrüßt, auf der Autobahn, die dich fast direkt hier an den Arsch bringt. Es ist so schön im Sommer, es ist so schön mit Menschen. Und jetzt schweife ich vom Thema ab. Zurück zu mir. Das ist wichtig! 
Hä? Nein ich steh auch ernsthaft im Laden verkaufe zwei Klamottkis auf Anfrage, die Sachen müssen neu geschaffen werden. Ich sage an nem Freitag ernsthaft zu beiden Kundinnen, Ich ruf Sie dann am Montag an. Die Sachen sind dann Montag abholbereit. 
Auf dem Weg nach Hause merke ich, was das mal wieder für ne Scheiß Idee war. Wie soll ich denn bitte 2 Kinder alleine am Wochenende Entertainen ohne das das Haus und wir im Chaos untergehen, ja wir sind immer Sommer stolz drauf das wir mit Holz heizen, und die Hohen Decken finden wir alle gaaaaanz toll. 

Im Winter wenn ich viel allein bin, quasi jetzt Schleuder ich mit Handtüchern die Wärme aus 4m Höhe wieder zu mir hier unten zurück und brauch ne Stunde um alle Öfen anzuheizen und zu merken das von 6, ganze 2 brennen. Ich liebe es am Samstag zu merken das das Klopapier und der Kohlenanzünder alle sind und du entweder keine Möglichkeit mehr hast oder einfach nicht schon wieder ne Stunde im Auto sitzen willst um es zu besorgen. Dann kneif ich zwei Tage meine Backen zu und sammle Wachsreste und Zeitungspapier und freu mich das 4 Öfen brennen. 
Back to the drama

Sonntag Abend 22Uhr hau ich die Wichtel in die Ecke und fang mit Bestellung Nummer 1 an. Um schnell zu merken, das die Wolle für Bestellung Nummer zwei gar nicht reicht. Haha morgen fertig? Ernsthaft Anne?! 
Achse ja und Tannenbäume für den Basar hol ich natürlich auch gern ab. Und ich setz mich amSamstag auch mit beiden Kindern da hin und betreu den Stand. 

Ey was stimmt nicht mit mir?!
Jetzt muss ich lachen



Danke für die Aufmerksamkeit liebes Tagebuch









Samstag, 27. Januar 2018

vorsicht sie schreibt










sie versucht es wenigstens. Sie versucht aber noch so andere Sachen. Sie versucht krampfhaft in Stimmung von damals reinzukommen. Das Rezept für melancholisch, kreative Stimmung war:

-traurig, depressive Musik
-Wein
-Kippen
-Kopfhöhrer
-Weite Felder, eine Zugfahrt, das Meer

Schon bei Punkt eins scheitert es, denn ich bin sowas von raus und die neuste Mucke zu der ich Zugriff habe ist die eines Algorithmus bestimmter Liederauswahl für genau eine Woche.
Die jedoch in dieser Woche nicht schlecht war. Punkt zwei und drei hatte ich gestern Abend um
neue Information über das Sozialleben der anderen zu erfahren.
Kopfhörer darf ich nicht, sonst hör ich das Babyphone nicht, weite Felder jedoch habe ich vor der Tür. Da jedoch die besagten Informationen schon reichen um mich in eine solche Stimmung zu versetzen, bin ich in der Lage zu schreiben. Und weil sich in meinem Kopf natürlich wieder jede Menge Fragen stapeln.
Kann man sich nur ganz doll weh tun wenn man sich auch ganz doll geliebt hat?
Kann man wirklich ausstellen das man sich nicht verletzt fühlt auch wenn es okay wäre?
Kann man eine Packung Kekse einfach so nebenbei aufessen? Ups da hab ich kurz geschlafen
Jetzt aber mal ehrlich, ich bin durch und mich nimmt das mit.
Ich frage mich ob uns das passieren kann und man hat die Hoffnung und glaubt daran. Jetzt sieht alles so gut aus und wir sind so da. Aber ich sehe wie rasend schnell auf einmal eine andere Realität da ist und komme nicht mit.
Alle Dinge die ich mir in meinem Leben gewünscht habe sind wirklich eingetreten. Auch Dinge die im hinteren Kopf waren, womöglich auch negativ, aber alle Dinge die Aufmerksamkeit bekommen haben über eine ganze Weile, sind eingetreten.
Wenn ich einen bestimmten Mensch in meinem näheren Umfeld haben wollte, vielleicht auch nur weil ich ihn interessant fand, früher oder später war man befreundet oder aber hatte dieselben Freunde. Wenn ich bestimmte Aufgaben oder Jobs machen wollte, hat das irgendwie hingehauen.
Jetzt jedoch habe ich das Gefühl, meine Wünsche haben weniger mit mir persönlich zu tun.
Ich wünsche mir wie ein kleines Kind, das alles wieder wird wie vorher. Ich wünsche mir das die Türen nie geöffnet worden wären.
Ich frage mich wie ich wirklich helfen und was bewegen kann und merke alle meine pubertären Angriffe sind jetzt Ende der zwanzig nicht mehr angebracht. Der Erich kann das gut. Der ist Profi im abgrenzen. Dafür hab ich ihn früher gehasst und jetzt liebe ich ihn auch dafür.
Macht Spaß von Menschen zu lernen, wie genau in diesem Moment...


quatsch des Tages
gez Anne-Katrin Heyn






Mittwoch, 22. November 2017

ERST ICH UND DANN IHR, ist bestimmt gar nicht schwer






immer fang ich an
ich fang an zu schreiben, nur so… damit es raus ist. Damit ich mich wieder auf die wichtigen Dinge konzentrieren kann und nicht abgelenkt bin, durch diese momentan komisch dunklen und traurigen Gedanken. Ich denke so viel über meine alte Verwandtschaft nach, was aus Ihnen geworden ist und ob sie froh sind. Ob sie ihr Leben genau so wollten und daraus folgt dann der Gedanke, was mit mir wird. Mit uns?! Ich habe noch nicht mal die 30 überquert und frage mich solche Dinge. Ernsthaft?!
Wenn dein Opa, ein wundervoller, so liebevoller, lebenslustiger und weiser Mensch plötzlich von einem Ort an den anderen gebeamt wird und seine letzten Jahre in der Fremde verbringt, ja dann frag ich mich ob das selbstgewählt ist. Ich frage mich ob es gut ist? Wo ist der Mensch der dieses Labyrinth von einem Haus gebaut hat, in dem wir uns in Kindertagen immer und immer wieder verliefen? Ich könnte weinen, wenn ich an mein allerliebstes Omchen denke, die von heute auf morgen ihre Lebenslust verloren hat.
Keine Frau bewundere ich mehr und keine die ich kenne hat so viel Wissen + Tradition + Handwerk und Geschick fürs alltägliche und wichtige im Leben.
Was passiert wenn die nicht mehr sind? Die die noch wissen wie es geht. Damit mein ich nicht nur das überleben, sondern auch das schätzen der kleinen Dinge, das sich selbst nicht so wichtig nehmen, dieses selbstlose und liebevolle…
An euch lieben Alten. Ich liebe euch.









Punkt im Leben
so wollte man als Kind unbedingt sein und das wollte man werden. ERWACHSEN!
Wenn ich dieses Wort ausspreche muss ich lachen oder mich ekeln, so wie früher vor den Geschlechtsteilen im Bravo Dr. Sommerteil. Man bin ich erwachsen geworden.
Dies merkt man wohl weniger am handeln, mehr an den Problemen. Diese zwischenmenschlichen Sachen habe ich früher nie mitbekommen, genau so wenig was man gemacht hat wenn man zu wenig Geld auf dem Konto hatte oder das schlechte Laune von Überarbeitung kommt, irgendwie war der Fahrradreifen wieder heil wenn man aufgestiegen ist. Die Brote waren geschmiert und wenn der Urlaub in die sächsische Schweiz war gebucht. Alles lief und um nichts musste man sich kümmern. 
Oh Gott und wie schön waren die ganzen Feste?! Als Kind wollte man doch ununterbrochen Geburtstag, Weihnachten und Ostern feiern, jetzt als ERWACHSENER ist es die Zeit in der man sich verrückt und das Konto blank macht…











moralisch eher so, voll daneben

Früher auf jeden Fall, jetzt denke ich ein besserer Mensch zu sein. Gemacht von zwei Menschen. Zwei kleine mini Menschen haben mich zu einem moralisch eher gut aufgestellten Wesen gemacht. Eins das sich umguckt und weint wenn jemand anderes weint, nicht weil s gut kommt sondern weil das eigene Herz mitleidet und zerspringen würde, wenn diese Träne nicht vergossen wird. Puh…. Na ich starte gleich voll durch. 
Lieber soft anfangen und dann dramatisch enden? Is eigentlich genau meins, passt heut aber nicht. Ich denke aus aktuellem Anlass über meine Freunde, meine Bekannten, entfernten Bekannten und Fremde nach. Ich frage mich, wie sich bei mir so viel ändern konnte und bei manch anderen nicht. Ich meine das null abwertend, ich stelle lediglich fest. Anderseits bin ich auf anderen Gebieten hängengeblieben, fällt mir gerade ein.
Warum sperren wir uns ein? Warum zwängen wir uns in ein Kostüm welches uns die Luft zum atmen nimmt? Es steht uns null und wir haben ein Dauergrinsen aufgelegt, damit man uns unsere Unsicherheit nicht anmerkt. Warum bauen wir uns diese riesigen Stacheldrahtzäune, die alle anderen aus- und uns nur einsperren?
Da bleibt nichts Ganz bei, da bleibt nichts lebendig. Da stirbt was und damit mein ich alles.
Ich möchte meine Freundinnen drücken und ihnen sagen das sie alles richtig gemacht haben. Kann ich aber nicht. Ich versteh nicht warum sie sich anlügen. ich versteh nicht warum sie sich das JA Wort sagen und definitiv ein NEIN meinen. 
Meine Beziehung mag meine Mama nicht verstehen und sie meinte, so hat sie mich nicht erzogen. Meint sie damit, eigentlich habe sie mich zu einem Mädchen erzogen das hinnimmt und erträgt? Welches bleibt auch wenn sie gehen sollte? 
Komisch…
Dabei bin ich jetzt glücklich. Freundinnen betrügen lieber ihre Freunde und nehmen in Kauf, ihre Beziehung zu verlieren, ein Kind zu zerteilen, anstatt über Wünsche und Gedanken zu sprechen.
Als wenn mir das Anfangs Spaß gemacht hätte, doch jetzt profitiere ich von dieser Ehrlichkeit und bin meinem Diesem näher, als  zuvor. Wir sind mega langweilig geworden und vögeln uns nicht mehr quer durchs Beet, aber wir sind letztens kichernd wie die Waschweiber eingeschlafen und hatten Muskelkater vom vielen Lachen.
Das war Sex ähnlich würde ich sagen.
Im Bett winke ich ihm aus 2Metern Entfernung zu und werfe ihm n Kuss rüber, weil zwischen uns die zwei Prinzessinnen von Ludwigshöhe liegen und die ihren Schönheitsschlaf brauchen.
Unsere Zeit kommt wieder, daran glaube ich fest. Aber so haben sicher schon viele vor uns gewettet….








Superantenne
gerade sitze ich auf dem Sofa und erwische mich dabei wie ich diese Nussnougat creme löffle. Das traurige daran ist nicht das löffeln an sich, sondern das ich das glas zuvor zwischen den Sofakissen versteckt hab weil ein Kind meine ruhe störte. Es hätte der eine Fall eintreten können, bei dem mir das Kind sagt das dass voll viel Zucker ist und voll schlecht und gar nicht gesund ist. Oder der andere Fall, der in dem es mitessen will. Das ist aber mein Schokocremeglas und das will ich nicht teilen. Schön wie treu ich selbst meinen Erziehungsmethoden bleibe…
 Während dessen ich hier schreibe, löffle ich genüsslich weiter, muss aber meine Ohren gespitzt halten, denn Kinder haben Superantennen wenn es um Süßigkeiten Verpackungen geht, wenn es ein wenig zu laut raschelt oder man den Mund beim Chips kauen vergessen hat zuzumachen, stehen sie schon auf der Matte mit ausgestreckter Hand. Auch sie werden neugierig wenn es zu leise ist.